Bundesbank als Arbeitgeberin unterstützt Frauen

Karriere, Führung und Vereinbarkeit bei der Deutschen Bundesbank als Arbeitgeberin: „In der Bundesbank steckt viel mehr, als man auf den ersten Blick vermutet.“

Das Wichtigste in Kürze

Deutsche Bundesbank als Arbeitgeberin: Karriere, Vereinbarkeit und Frauenförderung

Die Deutsche Bundesbank verbindet einen gesellschaftlich relevanten Auftrag mit langfristigen Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten. Beschäftigte profitieren von flexiblen Arbeitsmodellen, mehr als 1.000 Teilzeitvarianten und bis zu 60 Prozent Homeoffice. Frauen werden unter anderem durch Mentoring, Talentpools, Netzwerke und Führungstandems gezielt gefördert. Der Frauenanteil in Führungspositionen liegt 2026 bei knapp 42 Prozent.

  • Karriereentwicklung
  • Vereinbarkeit
  • Frauenförderung
  • Flexible Arbeitsmodelle
Benefits

Arbeiten bei der Deutschen Bundesbank: Benefits auf einen Blick

  • Bis zu 60 % Homeoffice
  • Mehr als 1.000 Teilzeitmodelle
  • Betriebskita & Kinderbetreuung
  • Führungstandems & Rückkehr in Vollzeit
  • Mentoring, Talentpools & Weiterbildung
  • Arbeitsplatz- & Einkommenssicherheit

Was zeichnet einen Arbeitgeber aus, der die Menschen langfristig entwickelt und unterschiedliche Lebensphasen mitdenkt? Langfristige Entwicklung, unterschiedliche Karrierewege sowie Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Pflege. Genau das erleben Dr. Monika Bucher, Sebastian Gehrmann und Dr. Sabine Herrmann jeden Tag bei ihrer Arbeit für die Deutsche Bundesbank.

„Unsere Wege zeigen, dass Karrieren in einer großen Organisation nicht geradlinig verlaufen müssen. Erfahrungen aus unterschiedlichen beruflichen Stationen können den Weg zu neuen Aufgaben eröffnen – vor allem, wenn Kompetenzen und Interessen zusammenpassen“, berichtet Monika Bucher. Sie selbst wechselte nach Stationen in der Bankenaufsicht und einer Vorstandsassistenz in den Zentralbereich Strategie und Innovation, wo sie heute den Bereich Strategie und Portfoliosteuerung leitet.

Sabine Herrmann ist seit 25 Jahren bei der Bundesbank und leitet den Zentralbereich Personal und Bildung mit rund 800 Beschäftigten. „Ich habe immer wieder die Chance bekommen, mich mit neuen spannenden Themen und Aufgaben auseinanderzusetzen“, erklärt sie.

Nach journalistischer Laufbahn und dreijähriger Familienphase in Argentinien begleitet Sebastian Gehrmann heute als Product Owner die organisatorische Transformation des IT-Bereichs: „Wenn mir vor ein paar Jahren jemand gesagt hätte, dass ich bei der Deutschen Bundesbank in der Stabsstelle der IT arbeite, hätte ich das nicht für möglich gehalten“, lacht er.

Was macht die Deutsche Bundesbank als Arbeitgeberin besonders?

Die Arbeit bei einer Notenbank ist komplex, spannend und gesellschaftlich sehr relevant, erklärt Sabine Herrmann: „Wir haben gemeinsam eine große Aufgabe: die stabile Währung im Eurosystem. Für mich war dieses Sinnstiftende schon immer ein wichtiger Treiber in meiner Arbeit.“

Auch Monika Bucher findet: „Wir leisten mit unserer Arbeit einen substanziellen Beitrag zum Gemeinwohl.“ Die Bundesbank und das Eurosystem tragen mit stabilem Geld und stabilen Finanzsystemen zum gesellschaftlichen Wohlstand bei. „Die Wirkung einer Notenbank fällt häufig erst dann auf, wenn diese Stabilität gefährdet ist. Die hohe Inflation nach der Pandemie hat vielen Menschen deutlicher gemacht, dass Preisstabilität keine Selbstverständlichkeit ist. Die Bundesbank und das Eurosystem leisten einen Beitrag dazu, solchen Entwicklungen entgegenzuwirken“, führt Sebastian Gehrmann aus.

Monika Bucher ergänzt: „Die europäische Dimension spielt immer auch eine Rolle in der eigenen Arbeit.“ Beschäftigte übernehmen früh anspruchsvolle, internationale Aufgaben. Hinzu kommen Ausbildungs-, Studien- und Traineeprogramme sowie ein großer interner Arbeitsmarkt.

bundesbank zitat dr. monika bucher

Dass die Gehälter nicht immer mit der Privatwirtschaft konkurrieren können, macht die Bundesbank allerdings mit sehr hoher Arbeitsplatz- und Einkommenssicherheit sowie langfristigen Entwicklungsmöglichkeiten wett. „Die Bundesbank plant langfristig mit ihren Mitarbeitenden. Deshalb ist es in ihrem eigenen Interesse, dass wir unsere Stärken entwickeln und bestmöglich einsetzen“, meint Monika Bucher.

Wie fördert die Bundesbank Mitarbeitende und speziell Frauen in Führung und beruflicher Entwicklung?

Die Bundesbank unterstützt Mitarbeitende mit aufeinander aufbauenden Entwicklungsangeboten auf dem Weg in Führungspositionen. Wer Interesse daran hat, kann schon früh anhand einer Potenzialanalyse die eigenen Stärken einordnen und prüfen, ob eine Führungsrolle zum persönlichen Profil passt. Hinzu kommen Personalentwicklungsgruppen und Talentpools für Menschen, bei denen die Fachbereiche Entwicklungspotenzial sehen.

Für Führungsinteressierte und Führungskräfte gibt es Weiterbildungen sowie Beratung und Sparring in anspruchsvollen Situationen. Monika Bucher fasst diesen Ansatz so zusammen: „Mit schwierigen Führungssituationen wird man nicht allein gelassen.“

Eine besondere Rolle spielt das Mentoringprogramm. Ein Jahr lang begleitet eine erfahrene Führungskraft die Mentees bei Fragen zu Führung und beruflicher Entwicklung. Monika Bucher nutzte das Programm selbst, um zu prüfen, ob Führung zu ihr passt: „Ich wollte besser verstehen: Was heißt Führung in der Bundesbank?“

Für Frauen gibt es zusätzlich einen Frauentalentpool für Vernetzung, Weiterbildung und Erfahrungsaustausch sowie Netzwerke auf verschiedenen Führungsebenen. 2026 liegt der Frauenanteil unter den Führungskräften bei knapp 42 Prozent. Sabine Herrmann betont deshalb: „Wir sind schon auf einem guten Weg. Und bis wir Parität haben, werden wir Frauen weiterhin gezielter unterstützen, zum Beispiel beim Mentoring.“

In Führungstandems können sich etwa zwei Personen eine Führungsposition teilen. Die Bundesbank finanziert bewusst mehr als 100 Prozent der Stelle, um Überschneidungszeiten für Abstimmungen zu ermöglichen. „Die Tandems ermöglichen, mit Kindern in Führung einzusteigen und Verantwortung mit dem privaten Lebensmodell zu verbinden. Gleichzeitig bleibt das Ziel bestehen, Frauen auch die Rückkehr in höhere Stundenumfänge oder Vollzeit zu ermöglichen“, erklärt Sabine Herrmann.

Wie unterstützt die Bundesbank die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Pflege?

Flexible Arbeitsmodelle, Betreuungsangebote und individuelle Lösungen unterstützen die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Pflege. Die Teilzeitmodelle sind sehr individuell laut Sabine Herrmann und können an die jeweilige Lebenssituation angepasst werden.

Teilzeitvereinbarungen gelten jeweils für ein Jahr. „In meinem Team nutzen Frauen und Männer Elternzeit und unterschiedliche Rückkehrmodelle intensiv. Nach einem oder zwei Jahren wird individuell geprüft, in welchem Umfang die Arbeitszeit wieder erhöht werden kann. Das funktioniert einwandfrei. Es ist uns wichtig, dass Teilzeit keine Falle wird“, so Monika Bucher.

Homeoffice ist bis zu 60 Prozent der Arbeitszeit möglich, auch mit flexiblen Anpassungen. „Es wird wirklich für jeden individuell geguckt: Was ist möglich und was braucht die Person?“, erklärt Monika Bucher. Sebastian Gehrmann ergänzt: „Schön finde ich, dass sich hier auch Männer ganz selbstverständlich dafür entscheiden können, ihren Fokus auf Familie, Kinder und Kindererziehung zu legen.“

Die Bundesbank als Arbeitgeberin zeigt viel Verständnis.

Für Familien gibt es eine Betriebskita, Betreuungsangebote an verschiedenen Standorten, Ferienprogramme sowie Beratung und Vermittlung rund um Kinderbetreuung. Ein Sozialdienst unterstützt pflegende Angehörige und Beschäftigte in schwierigen persönlichen Situationen. „Die Betriebskita mit langen Öffnungszeiten und verlässlicher Betreuung war eine wesentliche Voraussetzung dafür, mich als Mutter in einer leitenden Position optimal auf meine Aufgabe konzentrieren zu können“, berichtet Monika Bucher. Und Sabine Herrmann ergänzt: „Fast 90 Prozent unserer Mitarbeitenden sagen, dass die gute Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf bei uns zutrifft oder eher zutrifft. Außerdem liegt Vereinbarkeit auf Platz 1 der Gründe für eine Weiterempfehlung.“

Laut Sebastian Gehrmann steht der wichtigste Faktor aber in keiner Betriebsvereinbarung: „In der Bundesbank gibt es eine Kultur, in der Verständnis dafür herrscht, dass Lebenssituationen neben dem Beruf nicht immer einfach sind. Ich finde, das allein hilft schon wahnsinnig weiter.“

Welche Rolle spielen Unternehmenskultur, Diversität und interne Netzwerke?

Seit 2023 verfügt die Bundesbank über ein vom Vorstand getragenes Diversity-Konzept und beteiligt sich an Initiativen wie der Charta der Vielfalt.

Sebastian Gehrmann betont: „Viele Initiativen haben sich aus der Belegschaft selbst heraus gebildet.“ Dazu gehören Netzwerke zu Diversität und Nachhaltigkeit, Frauennetzwerke auf verschiedenen Führungsebenen sowie Gruppen für Beschäftigte mit ähnlichen persönlichen Lebenssituationen. „Netzwerke funktionieren nur, wenn Beschäftigte sich mit ihrer persönlichen Situation zeigen können, ohne Nachteile befürchten zu müssen. Der Mut dafür ist größer geworden, das spricht für die psychologische Sicherheit im Unternehmen“, erklärt Sabine Herrmann. Netzwerke für Alleinerziehende sind dafür ein Beispiel.

Über das Social Intranet können Beschäftigte eigene Themengruppen bilden, sich vernetzen und neue Initiativen entwickeln. Der Sport- und Kulturclub umfasst verschiedene Sportangebote, ein Orchester, einen Chor und kreative Gruppen. Veranstaltungen auf europäischer Ebene werden ebenfalls organisatorisch und finanziell unterstützt. Monika Bucher fasst diese Vielfalt so zusammen: „Wir haben die unterschiedlichsten Möglichkeiten, auch über unsere eigentliche Arbeit hinaus Gemeinschaft zu erleben und mitzugestalten.“

Warum lohnt sich eine Bewerbung bei der Deutschen Bundesbank?

Sabine Herrmann rät interessierten Bewerber:innen: „Frauen sollten sich auch dann bewerben, wenn ihr Lebenslauf nicht zu 100 Prozent mit einer Ausschreibung übereinstimmt. Karrierewege müssen nicht geradlinig sein. Commitment, Engagement und Lernbereitschaft können ebenso wichtig sein wie ein exakt passendes Profil.“

bundesbank zitat sabine herrmann (2)

Monika Bucher sieht das ähnlich: „Eine Absage für eine Stelle heißt nicht, dass man beim nächsten Mal keine Chance hat. Wer bei einer Bewerbung nicht zum Zug kommt, kann sich auf jeden Fall erneut bewerben. Das Wichtigste ist: Den Mut haben, bei sich selbst zu bleiben und sich selbst treu zu sein.“ Sebastian Gehrmann ergänzt: „Ein Profil kann zu unterschiedlichen Aufgaben passen, weil sich auch die Organisation und ihre Tätigkeiten weiterentwickeln. In der Bundesbank steckt mehr Themen- und Aufgabenvielfalt, als viele auf den ersten Blick vermuten. Seid einfach offen und bewerbt euch!“

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FAQ

Häufige Fragen zur Deutschen Bundesbank als Arbeitgeberin

Hier findest du kompakte Antworten zu Karriere, Frauenförderung, Führung, Vereinbarkeit, flexiblen Arbeitsmodellen und Unternehmenskultur bei der Deutschen Bundesbank.

Welche Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten bietet die Deutsche Bundesbank?

Die Deutsche Bundesbank bietet einen großen internen Arbeitsmarkt sowie Ausbildungs-, Studien- und Traineeprogramme. Mitarbeitende können sich über Bereichs- und Funktionsgrenzen hinweg entwickeln und früh anspruchsvolle sowie internationale Aufgaben übernehmen. Ergänzend gibt es Potenzialanalysen, Personalentwicklungsgruppen, Weiterbildungen, Mentoring und Talentpools.

Wie fördert die Deutsche Bundesbank Frauen in Führungspositionen?

Frauen werden unter anderem durch Mentoring, einen Frauentalentpool, Weiterbildungen und Netzwerke auf verschiedenen Führungsebenen unterstützt. Solange Parität noch nicht erreicht ist, werden Frauen im Mentoring gezielt stärker berücksichtigt. 2026 liegt der Frauenanteil unter den Führungskräften bei knapp 42 Prozent.

Ist Führung in Teilzeit bei der Deutschen Bundesbank möglich?

Ja. Die Deutsche Bundesbank bietet Führungstandems an, bei denen sich beispielsweise zwei Personen eine Führungsposition teilen. Dabei werden bewusst Überschneidungszeiten von mehr als 100 Prozent finanziert. Dadurch soll Führung auch mit familiären Verpflichtungen vereinbar sein.

Welche Möglichkeiten für Teilzeit und Homeoffice gibt es bei der Deutschen Bundesbank?

Bei der Deutschen Bundesbank gibt es mehr als 1.000 unterschiedliche Teilzeitmodelle. Homeoffice ist bis zu 60 Prozent der Arbeitszeit möglich. Teilzeitvereinbarungen gelten höchstens ein Jahr; anschließend besteht die Möglichkeit beziehungsweise das Recht, wieder auf Vollzeit aufzustocken.

Wie unterstützt die Deutsche Bundesbank die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Pflege?

Neben flexiblen Arbeits- und Teilzeitmodellen bietet die Bundesbank eine Betriebskita, Betreuungsangebote an verschiedenen Standorten, Ferienprogramme sowie Beratung und Vermittlung zur Kinderbetreuung. Ein Sozialdienst unterstützt außerdem pflegende Angehörige und Beschäftigte in schwierigen persönlichen Situationen.

Wie bewerten Beschäftigte die Vereinbarkeit bei der Deutschen Bundesbank?

Fast 90 Prozent der Beschäftigten bewerten die Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf als zutreffend oder eher zutreffend. Mit 67 Prozent ist Vereinbarkeit zugleich der häufigste genannte Grund, die Deutsche Bundesbank als Arbeitgeberin weiterzuempfehlen.

Welche Rolle spielen Diversität und interne Netzwerke bei der Deutschen Bundesbank?

Seit 2023 verfügt die Bundesbank über ein vom Vorstand getragenes Diversity-Konzept. Darüber hinaus gibt es Frauen-, Diversitäts- und weitere interne Netzwerke sowie Themengruppen im Social Intranet. Viele Initiativen entstehen aus der Belegschaft und werden anschließend von der Organisation unterstützt.

Lohnt sich eine Bewerbung bei der Deutschen Bundesbank auch ohne vollständig passendes Profil?

Ja. Die Gesprächspartner:innen empfehlen ausdrücklich, sich auch dann zu bewerben, wenn Lebenslauf und Ausschreibung nicht zu 100 Prozent übereinstimmen. Engagement, Lernbereitschaft und die eigenen Stärken können ebenso entscheidend sein. Auch nach einer Absage kann eine spätere Bewerbung auf eine andere Position sinnvoll sein.

  

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Alice Andres

Über die Autorin

Alice Andres

Alice Andres schreibt bei Superheldin über Female Recruiting, Employer Branding und Frauen in der Arbeitswelt. Sie entwickelt fundierte, verständliche Inhalte für Unternehmen, die weibliche Talente gezielter erreichen und ihre Arbeitgebermarke glaubwürdig sichtbar machen möchten. Ihr Fokus liegt darauf, Unternehmenskultur klar, nahbar und wirkungsvoll in Worte zu fassen.

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